Ausgangshypothesen

Hypothese 1

Die meisten Lehrer an weiterführenden Schulen fühlen sich psychologisch nicht ausreichend geschult um eine psychologische Konfliktvermittlung in ihrer Klasse durchzuführen. Sie arbeiten daher bei Konflikten eher aus dem "pädagogischen Bauch" heraus!

Hypothese 2

Konflikte zwischen Schülern sind "normal" und stellen meist durchaus sinnvolle Entwicklungsaufgaben für einen oder mehrere Schüler dar. In diesem Sinne sind Konflikte als Entwicklungsaufgaben sogar "wünschenswert", weil bei ihrer Aufarbeitung bzw. Bewältigung "soziales Lernen" und "Werteentwicklung" stattfinden kann!

Hypothese 3

Gewalt-Präventions-Veranstaltungen, die immer wieder von den gleichen einzelnen Personen durchgeführt werden, vor allem wenn sie von „außen“ kommen, lassen den Lehrer in seiner Ohnmacht zurück, es werden kaum Kompetenzen weitergegeben.

Hypothese 4

Präventionsveranstaltungen im Bereich Gewalt haben oft Alibi-Funktion, lösen häufig Scheinbetroffenheit und Scheinlernen aus; Präventionsfortbildungen sind oft leider ein Tummelplatz für Theoretiker!

Hypothese 5

Gewalt-Präventions-Veranstaltungen durch soziale Einrichtungen oder öffentliche Organe sind durchaus wertvoll, berühren und aktivieren Schüler aber nur meist nur kurzzeitig und situativ, nicht nachhaltig. Die Ergebnisse von Gewaltprävention an Schulen stehen daher oft in keinem Verhältnis zu dem Aufwand, der betrieben wird - personell wie finanziell.

Hypothese 6

Werte müssen Schülern bei Gewalt-Präventionsveranstaltungen oder bei der Bearbeitung von Mobbingkonflikten eigentlich nicht mehr vermittelt werden. Sie sind meist latent "komplett" vorhanden, werden aber in Mobbingsituationen nicht immer aktiviert bzw. gelebt.